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Die "Nemo I" ist ein selbständig funktionierendes Unterseeboot mit 46 Sitzen, das nur mit Elektrizität angetrieben wird, die es aus seinen eigenen Batteriesätzen bezieht. Nemo kann 9 bis 10 Stunden unterwegs sein, ohne die Batterien neu aufladen zu müssen und bietet einen unvergleichbaren Blick auf das Panorama des Meeresgrundes und der Flora & Fauna in bis zu 75 Meter Tiefe. Es wurde hier auf Mallorca eine beträchtliche Menge Zeit und Geld in die Präsentierung und Inszenierung dieser Exkursion investiert, mit besonderem Schwerpunkt auf die ausgewählte Unterwasserroute. Diese befindet sich in der Umgebung der "Isla del Sech", einem kleinen Eiland vor der Südwestküste Mallorcas, etwa drei Kilometer westlich von Cala Figuera. Nemo taucht bis zu 30 Meter tief, wo das natürliche Tageslicht noch intensiv genug ist, um eine klare Sicht zu bieten und wo das Wasser weitgehend frei ist von Küstenverunreinigungen, die in niedrigeren Tiefen und kürzerer Distanz zu den Hauptansiedlungen der Bevölkerung durchaus spürbar sind.
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Die Passagiere erreichen das großräumige "Memo Centre", nahe des Strandes von Magaluf, eine Stunde vor ihrem gebuchten Tauchgang. Sie können auf eigene Faust zum Centre kommen oder aber mit einem der Reisebusse, die für Nemo von diversen Orten vie Alcudia, Cala doOr, Cala Millor etc. im Norden bzw. Orten der Inset, oder Arenal / Clan Pastilla im Südosten sowie Paquera im Südwesten, den Transfer übernehmen.
Im "Memo Centre" angelangt, zeigen die Kunden ihr Ticket vor, das an der Rezeption mit den Reservierungen verglichen wird und erhalten ihre Bordkarte. Vor allem während der Hauptsaison riskieren Direktkunden ohne Vorbuchung eine Wartezeit auf einen späteren Tauchgang oder müssen eventuell sogar für einen anderen Tag buchen.
Die Räumlichkeiten sind in vier Zonen unterteilt:
1. Die Rezeption mit "Check-in-Zentrale" and Kassenschalter.
2. Der grosszügige Souvenirladen, in dem alle Artikel im Zusammenhang mit der Aktivität Nemos stehen: das Meer and das U-Boot. Es wurde ein anspruchsvolles Sortiment geschaffen mit lehrreichen Büchern, Zeitschriften und Videos, aber auch ausgesprochenen Erinnerungs- und Spaßartikeln.
3. Der Aufenthaltsraum, in dem sich der Kunde zurücklehnen und ein dreisprachiges Video über den Zusammenbau des U-Bootes ansehen kann.
4. Die Wetterstation. Hier werden mittels sich verändernder Meteosat-Bilder Musterproben der derzeitigen Wettersituation über Mallorca widergegeben und in Abständen von 1/2 Stunde konstant aktualisiert.
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Haben sich alle Passagiere versammelt, werden sie von einer Hostess zum Strand begleitet. Dort gehen sie an Bord des "Nemo Transfers", einem Motorboot mit einer Kapazitat von 50 Plätzen, um damit zur Tauchstation zu fahren.
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Die Bootsfahrt dauert etwa 25 Minuten, an den Stränden von Magaluf and Cala Vinas, den alten Sandsteinbrüchen des Cap Falco, der Insel "Porrassa" und der Bucht von Palma Nova vorbei. Es wird empfohlen, Foto- und Videokameras mitzunehmen, um diese kurze aber interessante Reise in Bild festzuhalten.
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Bei Ankunft an der "Isla del Sech", ist zuerst nur der "Angel Guardian", das Begleitboot der "Nemo I", zu sehen. Das U-Boot selbst wartet üblicherweise unter Wasser auf seine Gäste. Das Erscheinen dieses massiven Schiffskörpers, wenn er aus dem Meer auftaucht, ist unglaublich faszinierend und stellt zweifelsohne einen der Höhepunkte dar.
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Mit einer Länge von fast 20 Metern zeigt sich die strahlend weisse "Nemo I" langsam vor den Augen der Zuschauer. Zuerst sieht man die Videokameras auf ihrem Kommandoturm (die moderne Version des alten Sehrohres), dann den Turm selbst und schließlich ihr Deck, wie es weiß und silbern in der Sonne glänzt. Jedoch gibt die "Nemo I" nie ihre ganze Schönheit preis denn, wie bei einem Eisberg, bleiben 90 % unter der Wasseroberfläche verborgen.
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Innerhalb weniger Minuten legt die Crew an und die Kunden steigen mit Leichtigkeit von "Transfer" zu "Nemo I" um und durch weite Einstiegsluken eine Leiter hinab in das Innere des U-Bootes und damit unter die Meeresoberfläche. Auch innen sind die Farben weiß, blau und silber; im gleichen Konzept wie das Nemo Centre, das Transferboot und die Uniformen der Nemo-Angestellten. Der Innenraum ist geräumig wie im Flugzeug und man sitzt zwei Sitzreihen entlang der Seiten des U-Bootes. Jeweils zwei Passagiere sitzen vor einem Bullauge mit einem Durchmesser von fast einem Meter, die bereits den ersten Eindruck der Unterwasserwelt freigeben.
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Sitzen alle Fahrgäste, wird ein kurzes Video über Sicherheitsvorschriften vorgeführt und schon beginnt die Tauchfahrt.
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Es dauert nur wenige Sekunden, bis eine Tiefe von 30 Metern erreicht ist und die meisten Tauchgäste sind überrascht, dass das U-Boot sich überhaupt schon von der Stelle bewegt hat. Obwohl ein Monitor vor jedem Bullauge mit Digitalanzeigen die Distanz zum Boden, die bisher erreichte Tiefe und die Außentemperatur angibt, merkt man so gut wie keine Bewegung, bis plötzlich der Meeresboden sichtbar wird.
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Sobald die Reise beginnt, nähern sich unzählige Fische und umringen die "Nemo I". Sie warten schon auf ihr Futter, das sie mittels spezieller Pumpen, die an der Backbord- und Steuerbordseite am U-Bootrumpf angebracht sind, bekommen werden.
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Die Reiseroute ist abwechslungsreich. Sie führt über eine Prärie von Poseidongras, an den Schiffsrumpfen versunkener kleiner Boote vorbei, zu den Felsen am Grund der Insel. Beobachtet man diese Meeresgrasebene genau, entdeckt man Tintenfische, Skorpionfische, Seesterne, und viele Schwamm- und Pflanzenarten. In dieser Tier- und Pflanzenwelt gibt es allerdings noch andere interessante Objekte zu sehen.
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Seit den Phöneziern gilt Mallorca als eine wichtige Handelszone und es liegen eine ganze Reihe vorchristlicher Schiffswracks an den Küsten der Baleareninsel. Eines davon, genannt "el pecio de Sech", liegt etwa zwei Kilometer südlich von Sech. Das Gesetz untersagt zwar das Tauchen in der Nähe dieser Wracks, aber gelegentlich sieht man noch Reste von Amphoren auf dem Meeresgrund, die durch Meeresströmungen zum Vorschein kommen.
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Das eindrucksvollste Wrack ist noch gar nicht so alt. Nemo plazierte es im Oktober 1992 direkt neben der "Isla del Sech". Der hölzerne Rumpf der "Klara", einem 50 Jahre alten Fischerboot, dient als künstliches Riff, um illegales Fischen mit Schleppnetzen im Tauchgebiet zu verhindern und um Pflanzen, Fischen und anderen Meerestieren eine geschützte Unterkunft zu ermöglichen.
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Dieses prachtvolle Boot in jener Stille des Meereszaubers zu sehen, verleiht der Reise unter Wasser einen geheimnisvollen Charakter.
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Kurz nach Verlauf der ersten Hälfte der Reise lässt sich das U-Boot in ca. 10 Meter Tiefe auf den Boden nieder, und es erscheinen unsere Taucher. Fische mögen zwar Kaltblütler sein, aber sie sind nicht dumm. Ganze Schwärme folgen den Tauchern, die sie einfach nur mit Brotstückchen füttern, denn offenbar ist dies der liebste Nachtisch aller Fischarten unserer Zone.
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Nach fast einer Stunde kehren die Passagiere auf das Transferboot zurück - diesmal mit so vielen neuen Eindrücken von dem, was sie unter dem Meeresspiegel gesehen und gehört haben, daß sie oft noch ganz benommen davon sind.
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Innerhalb 20 Minuten sind sie zurück im "Nemo Centre", wo jeder sein persönliches Tauchzertifikat erhält und zu einem Erfrischungsgetränk eingeladen wird, bevor der Rückweg ins Hotel angetreten wird.
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